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Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren haben auf dem Weg zum
Erwachsenwerden eine Menge ungewohnter Situationen zu meistern. Ob in der Schule
oder zu Hause mit Eltern und Geschwistern, ob mit den Freundinnen oder mit dem
Freund, ob bei der Berufswahl oder in der Ausbildungsstelle. Oftmals
fühlen sie sich in dieser schwierigen Zeit allein gelassen. Junge
Mädchen tendieren dann dazu, sich zurück zu ziehen. Vielleicht äußert sich das
auch in schlechteren Schulleistungen. Oder sie suchen einen Ausweg über
Suchtmittel. Manchmal beginnen dann Essstörungen, manchmal eine schleichende
Depression.
Eigentlich bräuchten sie einfach mal jemanden zum Reden. Jemanden, der mehr
Lebenserfahrung hat als man selber. Der einem einfach mal zuhört und
nicht gleich gute Ratschläge parat hat. Hier setzt „anna&marie“ an„
große Freundin – kleine Freundin“. „Die großen Freundinnen dürfen und müssen
natürlich auch ihre Grenzen erkennen“ sagt Martina Grön, die Projektleiterin aus
Heilbronn. Suchtprobleme z.B. müssen in die Hand von Fachleuten gegeben werden.
Ursprünglich schon seit den 50er Jahren in den USA erfolgreich im Einsatz, wird
es seit 2002 in Heilbronn verwirklicht. Dafür gewannen die Initiatorinnen vom
Landesgesundheitsamt und vom Landratsamt vor zwei Jahren den deutschen Präventionspreis.
Seit Juni 2007 wird dieses Projekt auch beim
Deutschen Kinderschutzbund, Orts- und Kreisverband
Ludwigsburg umgesetzt. Initiiert für Ludwigsburg durch den Dt.
Kinderschutzbund, Landesverband Baden-Württemberg und vorerst für ein Jahr
finanziert durch die Berthold Leibinger Stiftung GmbH. Die
Koordinatorin, Frau Elisabeth Späth, Dipl. Psychologin, steht dem Projekt von
Beginn an bei Umsetzung, Vorbereitung und Ausbildung wie auch für die
fortlaufende Begleitung und Unterstützung der großen Freundinnen zur Verfügung.
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